Gesund Abnehmen
mit Personal Trainer Karl-Heinz Schäfer
 

News des AID Infodienst´s

aid-PresseInfo enthält aktuelle Informationen aus den Bereichen Verbraucherschutz und www.aid.de Ernährung sowie Land- und Forstwirtschaft, Gartenbau, Umwelt und Naturschutz.



PresseInfo 02/12 vom 11.01.2012(aid) - Hähnchenfleisch mit Keimen belastet. Erneut ist mit antibiotikaresistenten Keimen belastetes Hähnchenfleisch gefunden worden. Nach Mitteilung des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) waren zehn von zwanzig Hähnchenfleischproben aus Supermärkten und Discountern mit antibiotikaresistenten Keimen belastet. Die Haltungsbedingungen in großen Tierhaltungsanlagen und der systematische Einsatz von Antibiotika in der Geflügelhaltung werden als Hauptursachen genannt. Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) stuft den massiven Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung als bedenklich ein. Die BUND-Funde seien nichts Neues, sie bestätigten im Rahmen des Zoonosen-Monitorings 2009 erhobene Daten zur Resistenzsituation von Zoonoseerregern und anderen Keimen. Das BfR begrüßt das vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vorgelegte Maßnahmenpaket zur Verminderung des Antibiotikaeinsatzes in der Tierhaltung; der BUND hält es für nicht weitreichend genug. Bis das Maßnahmenpaket greift und solange sich die Haltungsbedingungen für Masthähnchen nicht wesentlich ändern, bleibt Verbrauchern, die weiterhin Hähnchenfleisch essen möchten nur, sich an strenge Hygieneregeln zu halten. So können sie das Risiko verringern, sich mit Keimen zu infizieren, die über das Geflügelfleisch übertragen werden. Praktische Tipps: Beim Einkauf von tiefgekühltem Hähnchenfleisch darf die Kühlkette nicht unterbrochen werden. Das heißt, die Ware sollte in einer Kühltasche möglichst umgehend nach Hause gebracht und dort bis zur Verarbeitung gekühlt aufbewahrt werden. Tiefgekühltes Hähnchenfleisch ohne Verpackung im Kühlschrank auftauen lassen und das Auftauwasser entsorgen. Das Fleisch unter fließendem Wasser abspülen, mit einem "Einwegtuch" abtupfen. Verpackung, Auftauwasser und Tuch sorgfältig entsorgen.

Alle Arbeitsgeräte, die mit dem Fleisch in Kontakt kommen, sofort mit heißem Wasser spülen und niemals für die Verarbeitung anderer Lebensmittel verwenden. Also: Nicht mit dem Messer erst das Fleisch und dann Gemüse schneiden. Auch das Schneidebrett nicht für andere Arbeitsgänge verwenden, sondern sofort heiß abspülen und waschen. Das Fleisch bei gleichmäßiger Temperatur durchgaren bis der austretende Fleischsaft klar ist. Erst bei über 70 Grad Celsicus für mindestens zwei Minuten werden Keime ausreichend abgetötet. Und: Hände waschen nicht vergessen.



PresseInfo 01/12 vom 04.01.2012(aid) - Niederländische Flexitarier sind inzwischen auch bei den Metzgern des Landes gut aufgehoben. Was zunächst seltsam klingt, ist Ergebnis einer Untersuchung der holländischen Umweltorganisation "Natuur und Milieu". 43 Prozent der niederländischen Fleischer verkaufen auch fertige Mahlzeiten ohne Fleisch. Ein Viertel von ihnen hält den Verzehr von weniger Fleisch für Mensch und Umwelt für sinnvoll. Sie wollen die Verbraucher vor allem dazu motivieren, weniger aber besseres Fleisch zu essen. Verständlicherweise sind ihnen dabei vor allem die "Kiloknallers" ein Dorn im Auge, also Lockangebote vieler Discounter, die weniger wertvolle Teilstücke zu Dumpingpreisen verkaufen. Der Trend zum Flexitarier und damit zu einem sehr maßvollen, auf Tierschutz bedachten und sehr qualitätsbewussten Fleischesser ist einer der Trends für 2012. Übrigens: Selbst bei 23 Prozent der befragten Metzger kommt wenigstens einmal pro Woche kein Fleisch auf den Tisch. Britta Klein



PresseInfo 48/11 vom 30.11.2011(aid) - Ingwer in der Vorweihnachtszeit; die vielseitige Knolle

In der Weihnachtsbäckerei darf Ingwer nicht fehlen. Die fruchtig-scharfe Knolle verfeinert Plätzchen, Lebkuchen oder Spekulatius und sorgt mit ihrem Duft für vorweihnachtliche Stimmung. Auch in Sirup eingelegte Ingwerstücke, sogenannte Ingwerpflaumen, sind eine beliebte Leckerei. Ein Adventsklassiker ist saftiges Früchtebrot mit Feigen, Datteln, Rosinen, gehackten Mandeln und frischem Ingwer. Das würzige Aroma der Knolle harmoniert aber auch zu pikanten Speisen wie einer Möhren-Birnen-Suppe oder einem weihnachtlichen Sauerbraten mit Rosinen. Ingwer ist eine schilfartige Pflanze, die überwiegend in Indien und China angebaut wird. Als Speicherorgan werden unter der Erde Knollen (Rhizome) gebildet. Sie sehen zwar aus wie Wurzeln, sind aber verdickte Sprossachsen - also die Verbindungen zwischen Wurzel und Blättern - und dienen der Pflanze zur Speicherung von Nährstoffen. Ingwer regt den Appetit an und fördert die Verdauung. In der kalten Jahreszeit wärmt die exotische Knolle von innen und soll Erkältungen vorbeugen. Für heißen Ingwertee wird ein daumengroßes Stück Knolle geschält, in dünne Scheiben geschnitten und mit einer Tasse kochendem Wasser übergossen. Nach 10 bis 15 Minuten kann man das Getränk mit etwas Honig und Zitronensaft abschmecken und genießen. Achten Sie beim Einkauf auf qualitativ hochwertige Knollen, die an einer festen, glatten und glänzenden Haut zu erkennen sind. Zum Backen ist gemahlener Ingwer am besten geeignet.



PresseInfo 47/11 vom 23.11.2011(aid) - Hochsaison für Nüsse; Neuer aid-Hörfunkbeitrag

"Ist der Nussbaum früchteschwer, kommt ein harter Winter her." Das ist eine alte Bauernregel, an die man glauben kann oder auch nicht. Tatsache ist: Wer dieser Tage einen Waldspaziergang macht oder in den eigenen Garten blickt, sieht es: 2011 ist ein richtiges "Mastjahr", wie der Förster das nennt. Massenweise Eicheln, Bucheckern und Kastanien an den Bäumen und der Walnussbaum im Garten trägt so viele Nüsse wie seit Jahren nicht mehr. Wissenswertes rund um die Nuss von der Rolle in der Ernährung und Tipps zu Einkauf und Lagerung gibt es im neuen aid-Hörfunkbeitrag. Unter www.aid.de/presse/hoerfunkbeitraege.php steht der Beitrag direkt als mp3-Datei zum Anhören oder Herunterladen bereit. Ebenso finden Sie hier das Text-Manuskript als PDF-Dokument.

Grünkohlzeit; Das gesunde Wintergemüse leicht und lecker zubereiten

Traditionell wird Grünkohl mit Wurst, Speck oder Kasseler gekocht. Doch das gesunde Wintergemüse lässt sich nicht nur deftig, sondern auch leicht und lecker zubereiten. Der krause Kohl schmeckt in der Suppe, im Auflauf, als Wokgemüse und als Beilage zu Fisch, Geflügel oder Wild. Grünkohl kann man auch kurz in Salzwasser blanchieren und im Salat genießen - beispielsweise in Kombination mit Oliven, Nüssen und getrockneten Tomaten. Für eine leckere Beilage wird das Gemüse mit Apfelstückchen gedünstet und mit gerösteten Sonnenblumenkernen garniert; das passt hervorragend zu Spätzle. Vor der Zubereitung werden die einzelnen Blätter vom Strunk geschnitten und dicke Mittelrippen entfernt. Anschließend wäscht man die Blätter, zupft sie in Streifen oder schneidet sie in Stücke. Grünkohl ist auch unter dem Namen Krauskohl, Blätterkohl, Winterkohl oder Oldenburger Palme bekannt. Noch bis zum März können Verbraucher frischen heimischen Grünkohl genießen, denn das frostharte Gemüse kann den ganzen Winter vom Feld geerntet werden. Je länger der Kohl kalten Temperaturen ausgesetzt ist, desto süßer und aromatischer schmeckt er. Achten Sie beim Einkauf auf Qualität. Frischer Grünkohl ist an den dunkelgrünen und knackigen Blättern zu erkennen. Sie sollten nicht angewelkt oder gelblich verfärbt sein. Im Kühlschrank bleibt der Kohl einige Tage frisch. Heike Kreutz



PresseInfo 43/11 vom 26.10.2011(aid) - Trans-Fettsäuren, Minimierungserfolge für den Verbraucher nicht erkennbar. Eine zu hohe Aufnahme von trans-Fettsäuren (TFA) kann das Herz-Kreislauf-System schädigen, das gilt als gesichert. Weniger klar ist: Bei welchen Produkten sind die Gehalte hoch, was bringen Minimierungsstrategien und wie viele Menschen nehmen zu große Mengen auf. Nach einer aktuellen Studie der Universität Jena sind die Durchschnittswerte in einzelnen Lebensmittelgruppen zwar gesunken, bei einigen gibt es aber immer noch sehr hohe Werte, insbesondere bei Back- und Süßwaren. Etwa 20 Prozent der Bevölkerung liegt mit ihrem Verzehrsverhalten über der Empfehlung, nach der trans-Fettsäuren täglich weniger als ein Prozent der Energieaufnahme ausmachen sollten. TFA sind ungesättigte Fettsäuren synthetischen, aber auch natürlichen Ursprungs. Sie wirken auf den Blutcholesterinspiegel: Das "schlechte" LDL-Cholesterin lassen sie ansteigen, gleichzeitig reduzieren sie das "gute" HDL-Cholesterin. Natürlicherweise entstehen TFA im Pansen von Wiederkäuern. Sie sind also auch in Milch und Fleisch zu finden. Weitaus mehr Wellen schlägt das Thema aber im Zusammenhang mit der industriellen Lebensmittelherstellung. Hier entstehen TFA insbesondere bei der Fetthärtung pflanzlicher Öle. Der Lichtblick dabei: Durch eine veränderte Prozesssteuerung oder Rohstoffauswahl lässt sich die Entstehung der unerwünschten Stoffe minimieren. Doch wie erfolgreich das ist, dazu ist die Datenlage bislang dünn.

Einen Vorstoß machten die Jenaer Wissenschaftler mit ihrer Untersuchung von 53 Kartoffelprodukten, 60 Backwaren und 116 Süßwaren. Ihr Ergebnis: Die mittleren Gehalte an TFA gehen zwar zurück, insbesondere bei den Kartoffelprodukten; jedoch zeigen die Werte insgesamt eine große Variationsbreite. Gehalte von null Prozent bis zu 38 Prozent TFA bezogen auf den Fettgehalt konnten die Wissenschaftler nachweisen, mit wenigen extrem hohen TFA-Gehalten. Problematisch in der Praxis: Oft unterscheiden sich Lebensmittel gleichen Typs aber verschiedener Hersteller deutlich in ihrem TFA-Gehalt. Erkennbar für den Verbraucher ist das jedoch nicht. Eine entsprechende Angabe auf dem Etikett ist derzeit nicht geplant. Sie ist unter der aktuellen Gesetzeslage noch nicht einmal erlaubt. Das heißt: Hersteller die auf eine Minimierung setzen, können dies auf dem Etikett kaum bewerben. Die einzige Orientierungshilfe für den Verbraucher bietet der Hinweis "gehärtet", der bei der Verarbeitung gehärteter Fette Pflicht ist. War er auf der Packung, lag der TFA-Gehalt bezogen auf den Fettgehalt bei jedem zweiten Produkt über zwei Prozent, so die Ergebnisse aus Jena. Dagegen enthielten alle Produkte mit der Aufschrift "ungehärtetes Fett" TFA-Gehalte kleiner als zwei Prozent. Der Wert entspricht dem TFA-Grenzwert, der in Dänemark seit 2003 gilt. Für Deutschland ist ein solcher Grenzwert bislang nicht in Sicht. Dr. Christina Rempe, www.aid.de



PresseInfo 41/11 vom 12.10.2011(aid) - Essverhalten von Teenagern, Familienmahlzeiten wirken positiv. Kinder und Jugendliche, die mehrmals in der Woche gemeinsam mit ihren Eltern essen, haben ein gesünderes Ernährungsverhalten und leiden seltener an Übergewicht. Das ist das Resultat einer Untersuchung der Universität von Illinois. Die amerikanischen Forscher hatten 17 Studien mit insgesamt über 180.000 Teilnehmern im Alter von 3 bis 17 Jahren ausgewertet. Das Ergebnis: Heranwachsende, die mindestens dreimal in der Woche mit der Familie aßen, hatten ein um 12 Prozent geringeres Übergewichtsrisiko als Altersgenossen, die seltener gemeinsam am Tisch sitzen. Das gemeinsame Essen wirkte sich auch insgesamt positiv auf das Ernährungsverhalten aus. Die Kinder verzehrten häufiger gesunde Lebensmittel wie Obst und Gemüse (24 %) und seltener Fastfood und Süßigkeiten (20 %). Zudem können gemeinsame Mahlzeiten Essstörungen in der Jugend vorbeugen. Wenn die Teenager mindestens fünfmal in der Woche im Kreis der Familie aßen, war die Wahrscheinlichkeit um 35 Prozent geringer. Vermutlich können Eltern beim gemeinsamen Essen frühe Anzeichen von schädlichen Ernährungsmustern wie zum Beispiel Heißhungerattacken leichter erkennen und eingreifen, bevor eine Essstörung entsteht. Langzeituntersuchungen sind jedoch notwendig, um die Resultate zu untermauern. Heike Kreutz, www.aid.de



PresseInfo 21/11 vom 25.05.2011(aid) - Keine Panik vor EHEC-Ansteckung! Bundesweit infizieren sich derzeit immer mehr Menschen mit dem gefährlichen Darmkeim EHEC. Die Ursache dafür ist noch ungewiss. Vor allem erwachsene Frauen scheinen von einer Erkrankung betroffen zu sein. Im Verdacht steht bislang unzureichend gewaschene Rohkost. Einer Infektion vorbeugen können Verbraucher vor allem durch die Einhaltung einfacher Hygienemaßnahmen:

1.Gründliches Händewaschen: Hände gründlich reinigen, am besten mit warmem Wasser und Seife vor und während der Zubereitung von Lebensmitteln, vor dem Essen und nach dem Toilettenbesuch, dem Kontakt mit anderen Personen, insbesondere Kranken und nach dem Kontakt mit Haustieren. Auf diese Weise werden Keimübertragungen wirkungsvoll unterbunden.

2. Reinhaltung des Arbeitsplatzes Küche: Alle Flächen und Geräte, die für die Speisenzubereitung verwendet werden sollten vor, während und nach der Zubereitung von Lebensmitteln gründlich mit heißem Wasser und Spülmittel gereinigt und mit klarem Wasser abgespült werden. Krankheitserreger wie EHEC sind sehr widerstandsfähig gegenüber äußeren Einflüssen. Nicht vergessen: Türklinken, Schranktürgriffe, den Küchenmülleimer und das Spülbecken nach Beendigung der Küchenarbeit gründlich reinigen und trocknen. Spüllappen und Trockentücher gründlich auswaschen und trocknen, regelmäßig bei mindestens 60 °C waschen. Spülutensilien regelmäßig gegen Neue austauschen.

3. Rohes Obst und Gemüse gründlich waschen: Vor dem Verzehr alles rohe Obst und Gemüse gründlich mit kaltem Wasser waschen, gegebenenfalls zusätzlich schälen, um anhaftenden Schmutz, Erdpartikel und Keime zu entfernen.

4. Trennung von reinen und unreinen, rohen und gekochten Lebensmitteln: Bei der Zubereitung dürfen so genannte reine Lebensmittel und Speisen wie gewaschener und geputzter Salat oder Desserts, die nicht mehr erhitzt werden, nicht in Berührung kommen mit so genannten unreinen Lebensmitteln, d. h. noch nicht gewaschenem Obst und Gemüse oder rohem Fleisch, Geflügel, Fisch, Eiern, die mit Krankheitserregern behaftet sein können. Am besten die Lebensmittel nacheinander oder räumlich getrennt auf einem separaten Schneidebrett und mit anderem Messer zubereiten. Anschließend Arbeitsplatz und die verwendeten Küchengerätschaften gründlich mit heißem Wasser und Spülmittel oder in der Spülmaschine reinigen. Beim Lagern alle Lebensmittel in Behältern oder mit Folien vor Kontakt untereinander geschützt aufbewahren. Im Kühlschrank gegarte Lebensmittel strikt getrennt von Ungegarten lagern, indem man sie eine Ebene über den rohen platziert.

5. Lebensmittel ausreichend kühlen und gründlich erhitzen. Die meisten Krankheitserreger können sich sehr schnell vermehren, wenn Lebensmittel bei Raumtemperaturen gelagert werden. Bei Kühlschanktemperaturen um 5 °C oder über 60°C ist ihr Wachstum verlangsamt bzw. gestoppt. Bei Temperaturen über 70° C sterben die meisten von ihnen. Aus diesem Grund sollten gekochte und verderbliche Speisen nicht lange ungekühlt bei Zimmertemperatur herumstehen. Warme Speisen abkühlen und abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Kurzes, gründliches Erhitzen auf Kerntemperaturen über 70 °C tötet nahezu alle gefährlichen Mikroorganismen in Lebensmitteln ab.



PresseInfo 18/11 vom 04.05.2011(aid) - Um der Liebe "auf die Sprünge zu helfen", bediente man sich früher gerne der Petersilie. Besonders die kräftig-fleischige Pfahlwurzel der Knollenpetersilie (P. crispum var. tuberosum) war im Mittelalter als Aphrodisiakum beliebt und wurde gerne in Form von "Liebestrünken" verabreicht. Mit Frühlingsgefühlen in der Küche verbindet man heute jedoch fast ausschließlich die tiefgrüne Blattpetersilie (Petroselinum crispum), die man als Würzmittel einsetzt. Fein gehackt streut man die frische Petersilie über Salate, Kartoffeln, Gemüse, Fleisch oder Suppen, rührt sie in Saucen oder Quark-Dips ein. Darüber hinaus verwendet man sie zum Dekorieren. Man unterscheidet eine glatt- und eine krausblättrige Form. Petersilie wird von Mai bis Dezember in vielen Hausgärten geerntet. Es gibt aber auch frische, gefriergetrocknete oder tiefgekühlte Ware im Handel zu kaufen. Da die Aromastoffe des Krauts keine Hitze vertragen, gibt man frische Petersilie erst nach dem Kochen hinzu. Getrocknete Petersilie darf nur kurz aufgekocht werden. Die Knollenpetersilie, auch als Wurzelpetersilie oder Petersilienwurzel bekannt, wird entweder frisch oder getrocknet und gemahlen in den Handel gebracht. Neben den Blättern nutzt man vor allem die aromatische Wurzel und kocht sie in Suppen und Eintöpfen mit. Im eigenen Garten kann Blattpetersilie schon ab Mitte März direkt im Beet ausgesät werden. Das zweijährige Kraut verträgt Sonne und Halbschatten. Es empfiehlt sich, durch Folgesaaten eine laufende Ernte zu sichern. Besonders populäre Sorten der Krauspetersilie sind "Grüne Perle", "Mooskrause" und "Smaragd". Bekannte Sorten bei der glatten Petersilie heißen "Gigante di Napoli" oder "Laura". Knollenpetersilie sollte erst ab Mitte April ausgesät werden, wenn der Boden wärmer ist. Petersilie enthält nennenswerte Mengen an Kalium, Calcium, Provitamin A und Vitamin C. Kein Wunder also, dass man sie als Muntermacher schätzt.



PresseInfo 13/11 vom 30.03.2011 (aid) - Viele Kinder nehmen in der Grundschulzeit deutlich an Körpergewicht zu. So lautet das Fazit einer Studie der Kinder- und Jugendklinik Datteln, an der über 1.300 Schüler im Alter von 7 bis 11 Jahren teilnahmen. Die Wissenschaftler hatten die jungen Probanden der 3. und 4. Klassen in 16 Grundschulen besucht und Körpergröße und -gewicht ermittelt. Anhand dieser Daten wurde der Körpermassenindex (BMI) bestimmt und mit den Ergebnissen der Schuleingangsuntersuchungen verglichen. Das Grundschulalter scheint ein kritischer Zeitraum für die Gewichtsentwicklung zu sein. Ein Großteil der Schüler hatte ab dem Zeitpunkt der Einschulung deutlich an Körpergewicht zugenommen. So lag der Anteil der Übergewichtigen und Adipösen zu Schulbeginn bei durchschnittlich 12 Prozent, während der Anteil in der 3. Klasse auf 16 Prozent und in der 4. Klasse sogar auf rund 20 Prozent anstieg. Die Gründe sind nicht abschließend geklärt. Manche Kinder sind vermutlich in der Schule überfordert und kompensieren diese Belastung mit einer erhöhten Nahrungsaufnahme. Das höhere Körpergewicht kann aber auch auf Bewegungsmangel und die veränderten Ernährungsgewohnheiten durch einen neuen Tagesablauf zurückgeführt werden. Wenn Kinder an Übergewicht leiden, sind extreme Diäten keine Lösung. Eltern sollten auf eine gesunde Ernährung und mehr Bewegung achten - dann sorgt je nach Körpergewicht der nächste Wachstumsschub automatisch für den Ausgleich. Heike Kreutz



PresseInfo 10/11 vom 09.03.2011 (aid) - Rund ums Ei, Eier in der Ernährung (aid) - Schon in der Antike galt das Ei als Fruchtbarkeitssymbol. Die Annahme der Menschen, dass im Ei alles Leben steckt, kommt nicht von ungefähr: Ein Ei enthält circa 9 Gramm Eiweiß, 8 Gramm Fett und Spuren von Kohlenhydraten, außerdem alle Mineralstoffe und Vitamine, mit Ausnahme von Vitamin C. "Die Vitamine sind überwiegend im Eigelb lokalisiert. Von den Mineralstoffen kommen Calcium, Phosphor und Eisen in größeren Mengen im Eigelb, Natrium und Kalium im Eiklar vor. Das wichtigste Vitamin im Hühnerei ist das Vitamin A, auch Retinol, genannt, und seine Vorstufe das Provitamin A (Carotin). Außerdem enthalten Eier die Vitamine E und B6", weiß Ökotrophologe Harald Seitz vom aid infodienst aus Bonn. Vitamin A sorgt unter anderem für die Elastizität des Auges, Vitamin B1 wird vor allem im Kohlenhydratstoffwechsel benötigt und ist auch für die Funktion der Nervenzellen wichtig. Vitamin B2 wirkt im Eiweiß-, Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel. Vitamin K hat Einfluss auf den normalen Ablauf der Blutgerinnung. "Auch das im Ei enthaltene Eiweiß ist für die Ernährung nicht unbedeutend: Laufend muss der menschliche Körper seine Eiweißbestände erneuern. Die täglich dafür benötigte Eiweißmenge liegt bei 0,8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Für einen Erwachsenen von 70 Kilogramm sind das 56 Gramm Eiweiß. Das Vollei-Protein hat eine hohe biologische Wertigkeit, es ist alleine oder noch besser in Kombination mit beispielsweise Kartoffeln ein guter Eiweiß-Lieferant, durch den der Körper verhältnismäßig viel körpereigenes Eiweiß aufbauen kann", so Seitz. Ein Ei enthält aber auch rund 277 Milligramm Cholesterin, ein Schlagwort, das bei vielen Menschen die Alarmglocken läuten lässt. Wie ist denn das Cholesterin im Ei zu bewerten? "Cholesterin ist nicht so schlecht wie sein Ruf. Im Gegenteil - es ist eine biologisch unentbehrliche Substanz im menschlichen Körper, die wichtige Funktionen erfüllt, beispielsweise beim Bau der Zellen und Nervenbahnen. Ferner werden viele Hormone sowie das Vitamin D daraus aufgebaut. Der Organismus selbst bildet jedoch ständig große Mengen Cholesterin und ist nicht auf die Zufuhr durch die Nahrung angewiesen", so Seitz. Der Blutcholesterinspiegel werde bei einem gesunden Menschen durch einen Regulationsmechanismus gesteuert. Dieser sorge dafür, dass die Bilanz zwischen Aufnahme und Umsetzung ausgeglichen sei. Das Nahrungscholesterin beeinflusse den Blutcholesterinwert eines gesunden Menschen kaum, versichert Seitz.

aid- PresseInfo 9/11 vom 02.03.2011 (aid) - Linsensuppe, Erbseneintopf, Bohnengemüse - Hülsenfrüchte galten in Deutschland lange Zeit als Arme-Leute-Essen und außerdem als schwer verdaulich. Doch inzwischen fristen sie nicht länger ein unverdientes Schattendasein, sondern haben sogar den Weg in die Gourmetküche gefunden. Ausgefallener Geschmack, zahlreiche Arten und vielfältige Verwendungsmöglichkeiten machen sie bei den Sterneköchen so beliebt. Wie gesund Hülsenfrüchte sind, was man beim Zubereiten beachten sollte und wie man die oft befürchteten "Tönchen nach dem Böhnchen" vermeidet, erfahren Sie im neuen aid-Hörfunkbeitrag "Erbsen, Linsen, Bohnen und Co. - Gute Noten für Hülsenfrüchte". Unter www.aid.de/presse/hoerfunkbeitraege.php steht der Beitrag direkt als mp3-Datei zum Anhören oder Herunterladen bereit. Ebenso finden Sie hier das Text-Manuskript als pdf-Dokument.

02/2010 | 2. Februar(aid) - Es klingt zu schön um wahr zu sein: Eine Kapsel am Tag genügt und schon bleibt man gesund, verzögert die Alterungsprozesse des Körpers und verlängert ganz nebenbei sein Leben. Mit solchen und ähnlichen Versprechen arbeiten die Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln. Und das sehr erfolgreich. Über eine Milliarde Euro geben Verbraucher im Jahr für Nahrungsergänzungsmittel aus. Oft fällt es schwer, den Nutzen dieser Mittel einzuschätzen. Schließlich sind die Pillen und Kapseln randvoll mit gesund klingenden Vitaminen, Omega-3-Fettsäuren und sekundären Pflanzenstoffen. Halten diese Produkte aber wirklich, was sie versprechen? Sind sie überhaupt notwendig und wenn ja, für wen? Antworten finden Sie im überarbeiteten aid-Heft "Nahrungsergänzungsmittel - Nutzen oder Risiko?". Es erklärt, was Nahrungsergänzungen von Arzneimitteln unterscheidet, warum die Präparate eine ausgewogene Ernährung nicht ersetzen und für wen eine Ergänzung sinnvoll sein kann. Informationen zu den rechtlichen Aspekten, insbesondere zum Thema "Gesundheitswerbung", zeigen, worauf man beim Kauf achten sollte. Ein Lexikon stellt die wichtigsten Produktgruppen vor und gibt einen kurzen Überblick zur Versorgungslage, zur Anwendung und den Risiken bei Überdosierung. Ein Heft für Alle, die sich in Zukunft nicht mehr im Dickicht der widersprüchlichen Informationen rund um Nahrungsergänzungsmittel verlaufen möchten.